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Wellensittiche gesund und artgerecht ernähren & Stärkung des Immunsystems Teil II

So weiter geht´s….

So, ich habe morgen einen Termin mit meiner vkTÄ, aber ohne die Spatzen.
Ich werde sie u.a. zu Immun-o-Flash befragen und ob eine Kur Sinn macht und auch generell zur Stärkung des Immunsystems.

Bei mir ist es ja so, dass sich meine Swee´Pea ja längere Zeit immer wieder am Hals gerupft hat. Im April habe ich sie ja untersuchen lassen und es wurde ein Hauptpilz festgestellt, der auch erfolgreich behandelt wurde.
Sie hatte auch schon mal aufgehört zu rupfen, aber dann wieder angefangen.
Jetzt merke ich, dass sie wieder komplett aufgehört hat zu rupfen, aber die Federchen wachsen nur sehr langsam nach.

Auch mein Jimmy, ein weiß-gelber Hahn, 3 ½ Jahre alt, macht mir noch ein bisschen Sorgen.
Vor einiger Zeit sind ihm unter beiden Flügeln die Federn ausgefallen, er war dann praktisch unter den Flügeln nackig.
Heute habe ich aber gesehen, dass unter dem rechten Flügel die Federchen schon wieder relativ gut spießen, unter dem linken Flügel ist er aber immer noch ziemlich nackig.
Ansonsten ist Jimmy aber fit wie ein Turnschuh und er fliegt auch wieder sehr viel besser, nachdem er vor kurzem noch ab und zu mal abgestürzt ist.

Wie dem auch sei, das Immun-o-Flash soll ja u.a. sehr gut sein bei Gefiederproblemen und ich habe es auch schon bestellt.
Bevor ich es allerdings anwende, möchte ich doch gerne mit meiner vkTÄ darüber sprechen, was sie denkt und wie weit es Sinn macht.

Mein dritter Kandidat und mein Sorgenkind ist ja mein Willie, bei dem ja letztes Jahr im Juli ein Nierentumor diagnostiziert wurde.
Willie schlägt sich tapfer und hat gute und schlechte Tage…im Moment leider eher wieder schlechtere.
Gerade auch für ihn ist eine Stärkung des Immunsystems von großer Bedeutung und auch deshalb werde ich nichts unversucht lassen.

Versteht mich nicht falsch, ich bin grundsätzlich der Meinung, dass gesunde Wellensittiche nicht großartig was an irgendwelchen Mittelchen brauchen.
Gesundes und artgerechtes Futter, ab und zu ein paar frische Kräuter und vor allem Bewegung und frische Luft.
Hat man aber ein paar Problemkinder bleibt es nicht aus, darüber nachzudenken, was man sonst in der Richtung noch tun könnte.

 Swee´Pea

 Jimmy

 Willie (mit Swee´Pea)

Update 05.09.2017:

Ich hatte heute Glück, denn meine vkTÄ Frau Dr. Schink hat mich heute Morgen angerufen, dass sie ganz in der Nähe ist und persönlich vorbeikommen könne, wenn ich mag. Das war mir natürlich sehr recht, denn so musste ich auch keine Anfahrtskosten bezahlen.
Auf jeden Fall hat sie sich die Vögelchen dann gleich alle angeschaut, insbesondere meinen Willie begutachtet und Jimmy auch genauer untersucht.
Willie hatte heute auch wieder einen besseren Tag, bin aber mit Frau Schink übereingekommen, die homöopathischen Mittel, die Willie bisher bekommen hat, mal zu pausieren und vor allem sein Immunsystem zu stärken, dazu komme ich dann gleich.
Bei Jimmy hat sie Blut abgenommen und auch eine Federprobe, um eine eventuelle Viruserkrankung feststellen zu können und das Ergebnis hat sie mir vorhin telefonisch mitgeteilt.

Und das habe ich soeben erfahren: Jimmy hat keine virusbedingte Gefiederstörung, also kein PBFD und auch kein Polyoma. Allerdings liegt bei Jimmy eine Art Stoffwechselstörung vor und er kann die für das Federwachstum wichtigen Aminosäuren nicht ausreichend aufnehmen, bzw. aufspalten.

So und nun zum Immun-o-Flash: Frau Dr. Schink hält sehr viel davon und es war fast Gedankenübertragung, dass ich dieses Mittel erwähnt habe.
Wie gesagt, wir wollen insbesondere bei Willie und auch bei Jimmy das Immunsystem stärken, zudem hat man mit Immun-o-Flash auch bei Gefiederstörungen die besten Erfahrungen gemacht, das hat mir die TÄ ausdrücklich nochmal bestätigt.
Als Vorbereitung werde ich jetzt dann erst mal 10 Tage eine PT-12-Kur machen.
Im Anschluss beginne ich mit dem Immun-o-Flash in Verbindung mit Frutin und zwar nun mal durchgehend 3 Monate lang und dann werden wir telefonieren wie wir weiter verfahren und sie wird sich die Vögelchen evtl. auch nochmal ansehen.
Weiterhin gebe ich nichts, außer 1 x die Woche Korvimin.

Frau Dr. Schink sagte mir, dass sie es grundsätzlich sehr befürwortet, eine Kur mit Immun-o-Flash in jedem Bestand zu machen, egal ob nun gesunde oder kranke Wellis, denn besser könne man das Immunsystem nicht stärken.
Und warum sollte sie das sagen, sie hat ja nichts davon.

Was meine Ernährung anbelangt, so sagte sie mir, besser könne man es ihrer Ansicht nicht machen und ich solle auf jeden Fall bei meinen Mischungen bleiben.
Sie ist ebenso wie ich der Meinung, dass Wellensittiche Abwechslung brauchen, das haben sie in der Natur ja auch.
Die Körner, die sie am liebsten mögen, picken sie ja eh raus und die nicht so beliebten Saaten etc. bleiben drin. (Meine essen alles, da bleibt kein Körnchen übrig).
Und so kommt man mit der Zeit schon drauf, was sie bevorzugt essen und was nicht und kann sein Futter entsprechend anpassen.(Meine mögen z.B. keine Gemüsemischungen, dagegen alles mit Kräuter sehr gerne).
Das gilt jetzt für Halter, so wie ich füttere, denn Züchter füttern ja entsprechend energiereicher.

Weiterhin ist sie der Meinung, dass ich ruhigen Gewissens auch täglich frische Kräuter geben kann, da die Vögelchen eh nur so viel zu sich nehmen, wie sie brauchen.
Obst sollte nicht gefüttert werden, sie sagte aber wortwörtlich, ein Apfelspältchen hat noch keinen Wellensittich umgebracht ;) Gemüse in Maßen, wie z.B. ab und zu ein Salatblatt etc. würde dagegen nicht schaden, man sollte allerdings auf ungespritzte Ware achten.

Update 06.09.2017

Dann will ich jetzt mal ein bisschen ausholen, was mir Frau Dr. Schink geraten hat: 

Also wie schon anfangs erwähnt, wurde ja in der Facebookgruppe das Immun-o-Flash zur Stärkung des Immunsystems mehrmals empfohlen, weshalb ich mich dann genau erkundigen wollte, ob es Sinn macht, gerade auch wegen meiner Sorgenkinder.
Frau Dr. Schink sagte mir dann, dass sie selbst beste Erfahrungen damit gemacht hat und es mir unbedingt ans Herz legen würde.

In meinem Fall gehe ich also nach Absprache mit Frau Dr. Schink wie folgt vor:
Erst mal gebe ich 10 Tage hintereinander PT-12 als Vorbereitung, ein Arzneimittel mit Laktobazillen, welches den Darm stabilisiert, etwaige pathogene Keime verdrängt, sozusagen „entgiftet“, wenn man es so sagen will.

Im Anschluss dazu kommt dann die tatsächliche Kur mit Immun-o-Flash, welches mit Frutin (flüssig) an das Futter gebunden wird. Das ist sinnvoll, da ansonsten das Immun-o-Flash, was ja ein Pulver ist, durch die Körner durchrieselt, sprich die Vögel würden dann zu wenig davon aufnehmen.
Frau Dr. Schink hat mir geraten, das Immun-o-Flash durchgehend 3 Monate zu geben, was mir aber nicht möglich ist, da ich ja im Oktober in USA bin und meinem Babysitter die Mixerei nicht zumuten kann.
Somit sind wir heute übereingekommen, nachdem wir nochmal telefoniert haben, dass ich wie folgt die Immun-o-Flash-Kur mache (nach den 10 Tagen PT-12):
– 3 Wochen täglich Immun-o-Flash (in Verbindung mit Frutin) unters Körnerfutter
– Dann folgt eine 3-wöchige Unterbrechung
– Im Anschluss dazu wieder 3-Wochen-Kur – und dann telefonieren wir.
Korvimin gebe ich in der Zeit zusätzlich 1 x pro Woche, aber sonst nichts anderes.

Sie schickt mir auch einen kleinen Messlöffel (3 g) , mit dem ich optimal dosieren kann.
Die empfohlene Dosierung beträgt ca. 8 -10 g je kg Futter, bzw. 3 Messlöffel je kg Futter.
Ich füttere täglich ca. 120 g, das ist einfach auszurechnen.

Generell empfiehlt Fra. Dr. Schink eine Kur mit Immun-o-Flash insbesondere allen, die ältere Vögel haben oder eben auch bei Gefiederproblemen aller Art, aber auch als Vorbeugung für gesunde Vögel kann es auf keinen Fall schaden, sondern nur nutzen.
Dann: Über das Körnerfutter über einen Zeitraum von etwa 3 Wochen Immun-o-flash. Nach einer dreiwöchigen Unterbrechung wird Immun-o-flash wiederum über einen Zeitraum von etwa 7 Tagen verabreicht.
Der Einsatz vom Immun-o-flash ist zwei- bis dreimal im Jahr über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen zu wiederholen.

Update 11.09.2017:

Frau Dr. Schink hat mir vor ein paar Tagen noch die genaue Anwendungsempfehlung geschickt, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Genauso mache ich es seit 3 Tagen – und zwar brauche ich auch nicht die PT-12-Kur extra machen, sondern mische bereits alles zusammen.
Aufgrund meiner „Sorgenkinder“ soll ich das jetzt durchgehend 3 Monate so geben, im Normalfall gilt aber, wie ich es bereits in meinem vorherigen Beitrag beschrieben habe.

Update 21.09.2017:

Hier kommt mal ein kleiner Zwischenbericht von mir.
Gleich zu allererst: Also mit dem Frutin zur Bindung des Pulvers an das Futter bin ich nicht sehr glücklich und habe es weggelassen. Der Grund ist, dass das ganze dann irgendwie so eine klebrige feste Masse wird, das Futter sieht dann in der Futterschale aus wie ein Kräcker und meine Spatzen haben es so nicht angerührt. So habe ich es nach 3 Tagen schon nicht mehr zur Bindung verwendet.
Da das Frutin aber sehr gut wasserlöslich ist, werde ich es dann mal ab und zu ins Trinkwasser geben.
Hier nochmal die Beschreibung, für alle, die es interessiert: http://re-scha.de/shop/frutin-330ml/

Das Immun-o-Flash gebe ich nun seit 2 Wochen unters Futter und was mir sehr positiv auffällt, ist, dass mein Willie, der ziemlich geschwächelt hat in der letzten Zeit, nun einen superfitten und gesunden Eindruck macht.
Auch alle anderen sind ohne Ausnahme sehr aktiv und lebensfroh (trotz Mauser).
Was die Gefiederprobleme bei Swee´Pea und Jimmy betrifft, da muss ich natürlich noch abwarten, da kann ich aktuell noch nicht viel dazu sagen… das braucht seine Zeit.
Noch ein sehr positiver Affekt auch bei meiner Peanut: Sie war ja wirklich ganz schön mobbelig und faul wie Oskar…ja nicht bewegen. Wenn sie mehr als 2 Meter geflogen ist, ist sie laufend abgestürzt.
Sie hat mittlerweile sehr gut abgenommen, da sie plötzlich viel viel aktiver ist, sich echt viel bewegt und fliegt. Keine Abstürze mehr, die Maus wird immer fitter. Ob das jetzt direkt mit dem Immun-o-Flash zu tun hat, kann ich nicht 100%ig sagen, merke jedoch die positive Veränderung bei Peanut seit ca. 1 1/2 Wochen. 

Update 30.09.2017:

Bei mir sind seit vorgestern 3 Wochen Immun-o-Flash um – und obwohl mir meine vkTÄ eine durchgehende Kur von 3 Monaten vorgeschlagen hat, mache ich das nicht, sondern wie vom Hersteller re-scha empfohlen, lege ich nun eine Pause von 3 Wochen ein – und gebe es dann nochmal durchgehend für 7-10 Tage.
Der Grund meiner Immun-o-Flash-Pausierung ist bei mir auch, da die Spatzen momentan sehr stark mausern, gebe ich nun täglich oder jeden 2. Tag während der Mauser Korvimin ins Futter und da möchte ich nicht mehrere Mittelchen gleichzeitig ins Futter mischen.

Nun aber zum positiven Effekt: Meine 2 „Faulis“ Snoopy und Peanut sind nun viel aktiver und vor allem Peanut, was ein richtiger Moppel war, hat super abgenommen und bestimmt deshalb, weil sie sich nun sehr viel bewegt. Noch vor ein paar Wochen ist sie regelmäßig abgestürzt, schaffte es nicht mehr als 2 Meter am Stück zu fliegen, was nun vollkommen der Vergangenheit angehört.
Sehr positiv auch mein Willie (der ja einen Nierentumor hat), auch er ist insbesondere in der letzten Woche fit wie ein Turnschuh und flirtet wieder fleißig mit den Mädels, also er ist wieder ein richtiger Womenizer.
Bei meinem Jimmy kann ich beobachten, dass bereits unter einem Flügel, wo er komplett nackig war, nun wieder Federchen sprießen.
Bei Swee´Pea ist leider noch alles unverändert, aber die Maus hört auch nicht auf, sich zu rupfen.

Ja genau, man macht dann idealerweise 2-3 x im Jahr eine 7-10-tägige Immun-o-Flash-Kur.
Ich selbst werde sie dann alle 3 Monate machen.
Ich habe einen guten Bekannten, der selbst 30 Wellis hat, und mir das auch so empfohlen hat und dies schon seit mehr als 2 Jahren so praktiziert (wiederum auf Empfehlung seines vkTA) und seit der Zeit nicht einen kranken Welli mehr hatte.
Desweiteren hat er mir empfohlen, alle 3 Monate eine PT-12-Kur zu machen und zwar für 10 Tage (da alles andere weglassen).
Ich persönlich werde es dann so machen, dass ich zuerst die PT-12-Kur mache und im Anschluss Immun-o-Flash – sozusagen Stärkung der Darmflora und des Immunsystems.

Wenn ich das Frutin nun nicht schon hätte, würde ich es auch nicht mehr kaufen und zwar aus dem Grund, weil ich mit der Bindung mit dem Immun-o-Flash an das Futter alles andere als zufrieden war.
So werde ich es halt nun ab und zu ins Trinkwasser geben, wobei ich aber generell auch kein Freund von zuckerhaltigem bin, auch wenn behauptet wird (auch von meiner vkTÄ), dass ein riesen Unterschied zwischen raffiniertem Zucker und natürlichem Zucker ist.

Update 10.12.2017:

Ein kleines Update was bei mir die Immun-o-Flash-Kur betrifft.
Die letzte Gabe habe ich Mitte November beendet und ich merke spürbar positive Veränderungen.

Insbesondere bei meinem Jimmy, der ja unter beiden Flügeln komplett nackt war, hat sie entscheidend etwas getan: Unter dem linken Flügel ist jetzt alles wieder von Federn bedeckt, nur unter dem rechten Flügel ist noch ein kleiner nackiger Fleck, aber kein Vergleich zu vorher. 

Auch bei Swee´Pea sprießen schon wieder Federchen am Hals, hoffe halt bloß, dass sie nicht wieder zu rupfen anfängt, aber seit ca. 2 Wochen konnte ich nichts dergleichen beobachten…nur bei Swee´Pea weiß man das nie. Ansonsten ist die Maus aber superfit und erfreut sich des Lebens.
Auch hat sie regelmäßig mit Willie Spaß am Sex.

Mein Willie ist in letzter Zeit nicht mehr wiederzuerkennen. Während er noch vor nicht allzu langer Zeit seine Tage meist in der Voliere verbrachte und höchstens 1-2 mal am Tag kurz rausflog, ist er nun ununterbrochen draußen und schwer beschäftigt, sowohl mit spielen, als auch mit den anderen Spatzen.
Fliegen tut er auch fleißig,  wobei sein rechter Flügel sein ein paar Monaten hängt und so hört sich sein Fliegen immer wie das von einer Taube an…flapp flapp flapp…aber das tut der Sache keinen Abbruch.

Auch der Rest der Bande ist äußerst aktiv und sie sind egal bei welchem Wetter, so gut wie den ganzen Tag draußen am spielen, zwitschern und rumtoben. 

Meine Peanut hat leider schon wieder ein bisschen zugenommen, aber das liegt an Willie, denn der füttert sie ja pausenlos. Aber nichtsdestotrotz ist sie viel aktiver als sie noch vor ein paar Monaten war. Heute ist sie zwar mal wieder abgestürzt und auf dem Boden gelandet, aber sie ist von alleine wieder hochgeflogen, was vor nicht all zu langer Zeit noch ein Problem darstellte und ich sie immer mit der Hand hochheben musste.

Alles in allem kann ich also eine Kur mit Immun-o-Flash unbedingt empfehlen. 

 

 

 

Wellensittiche gesund und artgerecht ernähren & Stärkung des Immunsystems Teil I

Ich bin ja noch einer Wellensittichgruppe in Facebook und zwar in der Gruppe in „Wellensittiche & Zahm im Schwarm“ von Volker Dörr und da wird viel darüber diskutiert, wie man unsere Wellensittiche gesund und artgerecht ernähren kann und wie wichtig es ist, das Immunsystem zu stärken.

Hier ein Beitrag dazu aus der Gruppe, gepostet von Volker Dörr:

ich bin es langsam echt leid, in fast jedem Post zu erwähnen wie wichtig es ist unsere Federmäuse Gesund und Artgerecht zu ernähren und noch viel wichtiger es ist das Immunsystem zu stärken. 90 % aller Krankheiten sind auf ein schwaches Immunsystem zurückzuführen. Unsere Wellis sind vielen Viren, Bakterien und Pilzen ausgesetzt und diese kann er NUR bewältigen wenn er ein starkes Gesundes Immunsystem hat. Die Eltern geben bereits ein gewisses Immunsystem den Küken über die Fütterung und Genen weiter. Aber selbst der Beste Züchter ist Machtlos wenn die Halter dieses nicht weiter stärken.
Wie kann man nun das Unsichtbare Immunsystem stärken ??
Lange habe ich immer gedacht das es reicht wenn man die Federmäuse Gesund ernährt. Täglich Frische Gräser und viel Gemüse anbietet. Aber ich merkte recht schnell das dies einfach nicht ausreicht. Gerade in den Sommermonaten kämpfte ich immer wieder mit Trichos, Kropfentzündungen und Milben. Ich Fragte mich immer wieder woher das kommt, warum meine Wellis diese Krankheiten nicht einfach so weg stecken. Letztes Jahr habe ich mich dann lange mit einem sehr Erfahren Züchter unterhalten der schon ein Halbes Jahrhundert erfolgreich Wellis Züchtet. Da wurde mir schnell klar wo mein Fehler lag. “ Weniger ist mehr “ sagte er mir .. !
Er zeigte mit seine Fütterung und stellte schnell fest das nicht auf die Vielzahl der Saaten ankommt, sondern auf die wo energiereich sind.
Daraufhin habe ich meine Komplette Fütterung Komplett Umgestellt. Seit dem, hatte ich nicht einen einzigen Kranken Vogel mehr …
Bei den Federmäusen gibt es seit dem nur noch 2-3 mal in der Woche ein stk. Staudensellerie und eine Möhre als Gemüse. 1 mal in der Woche eine Hand voll Golliwood und ein paar Kräuter, wie Thymian, Petersilie und Basilikum. Alle 3-4 Tage gibts dann mal frische Hühnerhirse oder Gräser wenn ich was zufällig finde. Von allem anderen sehe ich ab und verzichte drauf. Zusätzlich gebe ich 1 Eßlöffel Propolis Pulver auf 5 Kg Futter im Wechsel mit Imun O Flash …. Alle 4-6 Wochen mache eine PT12 Kur. Damit erreicht man ein sehr gutes und gesundes Immunsystem was fast allen Krankheiten den gar aus macht … Denkt einfach mal drüber nach …

So jetzt kommt´s, denn nach diesen Aussagen mache ich definitiv was falsch, denn wie ihr wisst, füttere ich nicht nur eine Futtermischung, sondern an 7 Tagen in der Woche jeden Tag eine andere.
Das habe ich auch in der Gruppe geschrieben und es wurde mir dringend angeraten, bei nur einer Mischung zu bleiben, da ein andauernder Wechsel für die Vögel auch Stress bedeutet.
Also besser wäre danach, ich mische alle meine Mischungen zusammen und gebe sie täglich als eine Futtermischung.

Na ja, so viel Kritik wollte ich jetzt auch nicht so einfach hinnehmen, ohne zu hinterfragen und habe deshalb Olaf Hungenberg angeschrieben, was er dazu meint:

Lieber Herr Olaf Hungenberg, ich bräuchte bitte Ihren Rat und Ihre Meinung:
Ich habe 11 Wellensittiche und füttere nicht nur eine Futtermischung durchgehend, sondern bei mir gibt es von Montag bis Sonntag jeden Tag eine andere Mischung, also insgesamt 7 verschiedene Futtermischungen ( davon 6 von Birds and more) und zwar wie folgt:
Montag: Wie in der Prärie
Dienstag: Premium
Mittwoch: Grasland
Donnerstag: Multi-Traum
Freitag: Auslese
Samstag: Wie in der Pampa
Sonntag: Kräuterapotheke (von Ricos)
Und nun zu meinem Anliegen: Ich bin in der Facebook-Gruppe „Wellensittiche & Zahm im Schwarm“ und Volker Dörr schreibt da, dass ständiger Futterwechsel Stress für die Vögel bedeutet und man das nicht machten sollte, da nicht gesundheitsfördernd, sprich man nur durchgehend eine einzige Mischung füttern sollte. Er schreibt auch, rein theoretisch könnte ich nun alle 7 Mischungen zusammenmischen, das wäre besser, als täglich zu wechseln.
Bin nun sehr verunsichert und würde dazu gerne ihre Meinung wissen.
Vielen Dank schon mal im Voraus.

Olaf Hungenbergs Antwort kam prompt:

Hallo
wir müssen uns zuvor erst einmal darüber im Klaren sein, daß alle genannten Mischungen gemeinsame Hauptbestandteile haben. Mit anderen Worten, der Vogel hat selektiv durchaus die Möglichkeit die von ihm jeweils schwerpunktmäßig bevorzugten Saaten aufzunehmen. Es ändert sich vielleicht täglich die Breite des Angebotes an den neben den Hauptbestandteilen enthaltenen Zusatzbestandteilen. Dies ist bei freilebenden Wellensittichen und bei vielen anderen Lebewesen nicht anders.
Würde ich nun Einzelsaaten verfüttern und diese täglich wechselnd ausschließlich anbieten dürfte dies sicherlich genauso bedenklich sein, wie Mischungen die sich stark im Protein- und/oder Fettgehalt unterscheiden. Letzteres ist bei den genannten Mischungen nicht der Fall und insofern ist die Fütterungsweise völlig bedenkenlos.
Starke Schwankunegn zwischen den Mischungen bezüglich Protein und/oder Fettgehalt hat man beispielsweise sehr deutlich bei Kanarienfutter, hier wäre von stark wechselnden Gaben abzuraten.

Gruß
Olaf Hungenberg

Habe mich natürlich auch bedankt:

Hallo Herr Hungenberg, haben sie recht vielen Dank für Ihre Mühe und Ihre ausführliche Antwort, ich weiß das sehr zu schätzen.
Ich war gestern sehr verunsichert, aber sie werden lachen, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen hatte, habe ich mir die Zusammensetzungen der einzelnen Mischungen nochmals angesehen und festgestellt, dass sie in der Tat alle die selben Hauptbestandteile haben.
Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich meine gewohnte und bewährte Fütterung so beibehalten kann.
Alle ihre Wellensittichmischungen, die ich oben aufgeführt habe, sind ohne Ausnahme von meinen Vögelchen sehr begehrt und werden sehr gerne gegessen, so dass ich natürlich auch in Zukunft bei diesen Mischungen bleiben werde.
Nochmals herzlichen Dank, sie haben mir sehr weitergeholfen.
Viele Grüße
Bettina Benker

Soviel nun zu den Futtermischungen und Abwechslung in den Näpfen.

Ach ja, Obst und Gemüse füttere ich ja gar nicht dafür aber regelmäßig frische Kräuter (wobei das streng genommen auch zum Gemüse zählt).
Im Sommer alle paar Tage auch mal frische Gräser, im Winter getrocknet.

Was die von Volker Dörr empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel betrifft, insbesondere PT-12 und Immun-o-Flash, habe ich mich darüber ausführlich mit meiner Tierärztin unterhalten und schreibe dazu einen extra Bericht.

Vitamine/Mineralien als Nahrungsergänzung bei Wellensittichen sinnvoll?

Ich gebe zu, dieses Thema ist unter Wellensittichhaltern sehr umstritten. Als ich dazu in meinem Stammforum eine Umfrage machte, meinten die meisten, gesundes Futter, frische Luft und ein bisschen Grün wären vollkommen ausreichend.

Dazu habe ich bei „Just answer“ einen vogelkundigen Tierarzt befragt:

Das war meine Frage:
Guten Tag Herr Dr. , ich habe 6 Wellensittiche – 3 Hennen, 3 Hähne und ca. 1 Jahr alt – und ich wollte mal fragen, ob es sinnvoll ist, regelmäßig Vitamine, homöopathische Mittel ect. zur Vorbeugung zu geben. Eine meiner Hennen hatte im letzten Herbst Trichomonaden und Kropfentzündung, alles wurde erfolgreich behandelt (Rizidol und Baytril) und alle sind gesund und munter, aber doch ist man immer irgendwie beunruhigt, dass sich etwas in der Art wiederholen könnte. Ich gebe jetzt z.B. Korvimin, momentan noch täglich – auch das ist meine Frage, ob das sinnvoll ist und wenn ja, wie oft man es geben sollte. Auch gebe ich ab und zu Vitamintropfen ins Wasser. Nach der Behandlung der Trichomonaden habe ich auch Propolis zur Steigerung der Abwehr gegeben. Meine Vögel bekommen bestes Futter, ebenso gebe ich regelmäßig Vogelmiere und Golliwoog, da sie keinerlei Obst und Gemüse anrühren, außer mal ein Salatblatt und auch Löwenzahnblätter mögen sie sehr gerne. So nun meine Frage: Ist das ausreichend, oder sollte man regelmäßig etwas zur Verbeugung geben, oder ist das gar nicht nötig. Und wenn ja, was ist sinnvoll? Und wie oft? Mit dem Korvimin habe ich den Eindruck, dass alle sehr gut durch die Mauser kamen, auch das Gefieder ist glänzend und schön. Aber kann man es wirklich täglich geben? Oder schadet zuviel des Guten? Vielen Dank schon mal für ihre Antwort. Viele Grüße Bettina B.

PS: Zur Vorbeugung von Trichomonaden habe ich auch Ropa Bird Powder 10% mit Oregano gekauft, frage mich aber jetzt, ob das überhaupt sinnvoll ist. Riecht auch sehr stark nach Oregano und meine Vögel sind nicht sehr angetan.

Und die war die Antwort:
Guten Tag,
Korvimin sollte täglich zugefüttert werden, es ist das beste Vitamin-Mineralstoff-Aminosäurepraparat. Sofern nur das Körnerfutter damit eingestäubt wird, können Sie es auch nicht überdosieren. Nicht sinnvoll jedoch ist die Zugabe von Vitaminen ins Trinkwasser. Dieses sollte reines Wasser bleiben.
Medikamente sollten niemals prophylaktisch gegeben werden. Die Präparate mit Oregano etc. nützen im Zweifelsfall gar nichts. Besser ist, die Tiere regelmäßig untersuchen zu lassen, bzw. zumindest frischen Kot. Im Zweifelsfall, wenn es zum Durchfall oder Würgen kommt,, suchen Sie einen spezialisierten Tierarzt auf.

Grünzeug, Kräuter, sind prima, Obst und Gemüse ist nicht notwendig.

Lesen Sie auch hier: http://www.biron.de/ta/wellensittiche.html

Ich wünsche weiterhin gesunde Vögel…

Tierarzt Kornelis Biron
Tierärztliche Praxis Biron

Ich war auch in Facebook in der Gruppe wellensittiche-foren und habe auch dort diese Frage gestellt. Etliche haben wirklich dazu nur Schrott gepostet und auch Vorwürfe, warum ich kein Obst füttere etc.  Aber es waren auch ein paar sehr gute Antworten und Meinungen dabei.

Ihr kennt vielleicht Anja Reichmann von der Körnerbude, auch sie ist in dieser Gruppe. Hier ihre Antwort auf meine Frage: „aus meiner eigenen Erfahrung als Züchter weiß ich , dass das zufüttern von Obst, Gemüse, wildpflanzen etc nicht ausreichend ist, um den Vitaminbedarf der Vögel zu decken und schon gar nicht bei einer einseitigen Ernährung nur durch hirsefutter. daher halte ich die Zugabe von Vitaminen für sehr notwendig“

Nachdem ich auch die Antwort von meinem TA gepostet habe, schreibt Anja jetzt folgendes: „ich weiss nicht aus welchen erfahrungen die aussagen deines tierarztes beruhen, sie sind definitiv falsch, korvimin ist auch nicht das non plus ultra unter den vitaminen, erst recht nicht wenn man es lose über das futter streut, nachweislich nehmen die vögel das korvimin nicht auf, es rieselt zwischen den körnern durch und wird somit letzten endes ohne wirkung entsorgt, vitamine im trinkwasser dagegen werden unter garantie aufgenommen, allerdings gehen die vitamine durch direkte sonneneinstrahlung verloren bzw. verflüchtigen sich, von daher sollte man diese vitamine am tag durchaus mal wechseln, das obst und gemüse nicht notwendig sind ist auch nicht korrekt, es gehört nur nicht unbedingt zur natürlichen ernährung der wellensittiche, sollte aber dennoch immer wieder angeboten werden, da jegliche zufuhr von vitaminen UNBEDINGT notwendig sind und der vitaminbedarf NICHT alleine über das körnerfutter erreicht werden kann“

Ihr seht, jeder hat seine eigene Meinung und Erfahrungen, aber wer weiß es jetzt besser? Ein vkTA oder ein erfahrener Züchter? Oder man nimmt die goldene Mitte.

Ich lese auch die Hefte von Otto Lutz – die ich lese gibt es noch. Es handelt sich hierbei um die „Wellensittich-Welt“. Ist zwar viel drin über Schauwellensittiche und auch Schauen und Preise, die so gewonnen werden. Aber auch viel interessantes über das Züchten und zudem werden erfolgreiche Züchter befragt, die dann immer genau schildern, wie sie füttern etc. Und die erfolgreichen Züchter geben alle Vitaminzusätze.

So und falls es euch interessiert, wie ich es denn jetzt mache:

  • ich streue täglich eine Prise (Messerspitze)  Korvimin übers Futter
  • 1 x die Woche gebe ich Sintra *) vermischt mit Frucht-mash *) ( dann natürlich kein Korvimin gleichzeitig)

*) http://www.re-scha.de/index.php?page=314400924&f=1&i=1805198880&s=314400924

*) Hier habe ich bei der Erstanwendung eine Kur über 10 Tage mit PT12 gemacht; dadurch wird die volle Wirkungsbreite von Sintra erfasst.

Alle meine 6 Wellensittiche sind gesund und munter und haben ein glänzendes Federkleid. Ob das Sintra und Frucht-mash jetzt wirklich notwenig sind, muss ich noch herausfinden, aber ich denke mal, schaden tut´s auf keinen Fall. Fakt ist, dass sie dank des Korvimins problemlos durch die Mauser kamen, also das werde ich auf jeden Fall beibehalten.

Sollte man aber Vögel mit Megabakterien haben, ist von all dem abzuraten, da überall Zucker enthalten ist.

Trichomonaden und Kropfinfektion * Meine Snoopy ist krank :(((

11.11.2014: Letzten Samstag bemerkte ich, dass meine Snoopy immer mehr schwächelte. Sie hat plötzlich gar nicht mehr mit den anderen gespielt und saß müde und aufgeplustert auf einem Ast und hat den ganzen Tag fast nur geschlafen und so gut wie nichts gegessen. Da sie normalerweise sehr temperamentvoll ist, machte ich mir natürlich große Sorgen und fühlte sofort, dass mit ihr etwas nicht stimmen kann. Nachdem am Sonntag keine Veränderung festzustellen war, habe ich eine Email an meine vkTÄ (es ist eine mobile Vogelpraxis) geschrieben, mit der Bitte um Hilfe. Die Tierärztin hat mich gleich am Montag Morgen angerufen und wir haben dann vereinbart, dass sie noch am selben Tag vorbeikommt, da sie meine Beschreibung der Symptome mehr als ernst ansah.

Von Snoopy nahm sie dann sogleich u.a. eine Blutprobe und auch eine Schleimprobe aus dem Kropf und hat dies mikroskopiert.
Das Ergebnis war niederschmetternd: Meine Snoopy ist an Trichomonaden erkrankt und zudem hat sie eine Kropfinfektion.

Snoopy bekam dann sogleich eine Injektion und Infusion und ich gebe ihr jetzt die nächsten Tage 0,05 ml Baytril 2,5% (Antibiose) in den Schnabel. Zudem gebe ich Ridzol (Antiparasitikum) für alle ins Trinkwasser.

Da ich strengstens auf Hygiene bedacht war und bin, vor allem auch was das Trinkwasser und die Näpfe anbelangt, konnte ich mir das alles nicht erklären und fühlte mich komplett hilflos, aber meine Ärztin sagte, dass es nullkommanull mit mir zu tun hat, sondern Snoopy hat die Trichos schon mitgebracht, d.h. von den Vogeleltern durchs Füttern übertragen. (Snoopy ist am 24. April 2014 geschlüpft und ich habe seit seit 2. Juli).
Da Snoopy in der Jugendmauser ist und ihr Immunsystem dadurch auch geschwächt ist, bricht das ganze dann aus. Sowas kann lange gut gehen, aber wie gesagt, sobald mal nicht genügend Abwehrkräfte vorhanden sind, passiert es dann und die Krankheit kommt zum Ausbruch.

So wie es aussieht, schlägt die Behandlung an, aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben und bin immer noch am beten.
Snoopy geht es seit gestern Nachmittag besser. Sie hat das erste Mal wieder richtig und viel gegessen (Hirse, Hirse und nochmals Hirse) und hat dann auch wieder mit den anderen gespielt und gezwitschert, das gibt mir sehr viel Hoffnung.
Auch heute ist sie gut drauf und schimpft schon wieder mit dem frechen Willie.

Meine Tierärztin hat mich auch gestern Abend nochmal angerufen und wollte wissen, wie es der Kleinen geht. Nächsten Freitag kommt sie wieder vorbei zur nochmaligen Untersuchung.

Selbstverständlich gebe ich kein Obst und Gemüse, aber das mögen meine Racker sowieso nicht. Alles Feuchte und Nasse ist Gift bei Trichomonaden und die reinste Bakterienschleuder. Ich habe nur Edelstahlnäpfe und davon viele, so dass ich immer die Näpfe nach dem Reinigen immer 24 Stunden trocknen lasse, bevor ich sie wieder verwende.

Ganz wichtig: Bei Trichomonaden darf man absolut nichts Feuchtes füttern, da diese Parasiten sich im feuchten Milieu vermehren – das ist der Hauptgrund. Der 2. Grund ist der, dass wenn sie nasse oder feuchte Nahrung zu sich nehmen, sie mangels Durst nicht mehr ausreichend das Wasser mit dem Ridzol trinken würden.
Die TÄ hat mir alles super und lange erklärt und alles aufgeschrieben was ich tun muss und was ich nicht darf, so dass ich jetzt sozusagen schon fast selbst zum Fachmann auf diesem Gebiet wurde.

13.11.2014: Snoopy geht es heute merklich besser, sie hat Gott sei Dank wieder gut gefressen, man merkte richtig, dass sie doch ziemlich ausgehungert war und konnte gar nicht genug bekommen.
Sie war auch wieder sehr lebhaft und hat mit den anderen gespielt und außer ihrem üblichen Mittagsschläfchen auch sonst nicht mehr geschlafen. Und aufgeplustert ist sie auch nicht mehr.
Ihr hättet sie noch am Montag sehen sollen. Ein einziges Häufchen Elend sag ich euch Es brach mir fast das Herz.

Heute hatte ich echt Mühe sie einzufangen und ihr das Medikament zu verabreichen. Sie traut mir nicht mehr und ist klug genug mich auszutricksen. Sie lässt mich ganz nah rankommen und kurz bevor ich sie greifen kann haut sie ab und zwitschert „äääätsch“. Es hat mich echt mehrere Versuche gekostet.
Jetzt geht es mir so wie unserem Willi. Sie ist mir nahezu beleidigt und kommt auch nicht mehr auf meine Hand.

14.11.2014: Heute ist der letzte Tag, wo ich Snoopy das Baytril in den Schnabel geben muss. Wird schon hoffentlich nochmal klappen, aber es ist nicht einfach mit meinem Temperamentsbolzen. Das Ridzol muss ich aber noch bis nächsten Dienstag ins Trinkwasser tun.

Snoopy macht mir auch heute einen sehr guten Eindruck. So wie es aussieht, tun die Medikamente ihr Wirkung. Gott sei Dank! *Dankesgebet zum Himmel schick…Sie ist wie gesagt im Vergleich zu ein paar Tagen wie vorher wie verwandelt. Sie ist lustig und frech wie eh und je und hat einen gesegneten Appetit.
Sie ist sogar heute auf meine Hand geflogen, zwar mit Lockmittel Hirse, was ich normalerweise nicht brauche, aber immerhin. Zuerst etwas zögerlich, aber dann war sie schnell entspannter.
Ein Küsschen hat sie mir auch gegeben und ich konnte heute keinen fischigen Geruch mehr aus ihrem Schnabel feststellen. (Wer´s nicht weiß: Bei Trichomonaden riecht der Vogel aus dem Schnabel fischig).

15.11.2015: Die Kleine kommt schon wieder angeflogen…aber nur auf meine Schulter oder den Kopf. Die Hand ist ihr noch nicht so geheuer Aber das wird schon…zumindest spricht sie schon wieder mit mir   Hier ein kurzer Besuch auf meiner Schulter Und schwupps auf die Lampe!

Ihr hättet sehen sollen, wie meine Kleine noch vor ein paar Tagen aussah. Ein Häufchen Elend sag ich euch. Aber jetzt scheint alles gut zu werden.

Ja ich habe sehr gelitten und ich denke, das geht jedem von uns so, wenn eines unserer Lieblinge krank ist.
Aber jetzt bin ich wirklich guter Hoffnung, dass es meine Kleine geschafft hat Und ich sags euch, sie hat einen gesegneten Appetit…isst alles weg, was bei drei nicht auf dem Baum ist

Wisst ihr, was ich für einen Verdacht habe? Und zwar entgegen der Meinung der TÄ, die ja sagte, dass Snoopy sich schon bei den Eltern angesteckt hat.
Ich habe Snoopy (und auch Piepser) nämlich ein paar Mal erwischt, dass sie in der Erde vom Golliwoog gewühlt hat und diese gefressen hat. Das war zwar Bioerde, aber das sagt meiner Meinung gar nichts. Durch das Gießen war die Erde ja auch feucht und da können sich ja bekanntlich Parasiten und Bakterien bilden.
Vielleicht war das der Grund für die Trichomonaden.??

Ich muss da echt aufpassen in Zukunft, denn meine beiden Mädels sind richtige Wühlmäuse. Werde den Golliwoog nur noch unter Aufsicht geben, oder noch besser, gar nicht mehr im Topf. Das selbe gilt dann auch für die Vogelmiere, die ich gezogen habe.

Anmerkung März 2015: Ich verwende jetzt nur noch selbstgezogenen Golliwoog und zwar pflanze ich diesen in Kokoserde, welche vollkommen unschädlich ist.

Tauben+Steckbrief+Trichomonaden

Baby Piepser geht´s nicht gut…

Kurz nachdem Snoopy und Piepser am 02. Juli 2014 bei mir eingetroffen sind, fiel mir auf, dass Piepser permanent aufgeplustert und auch der Kot nicht in Ordnung war.

Ich  bin ja auch Mitglied bei „Just answer“ und so habe ich dort gleich mal einen vogelkundigen Tierarzt kontaktiert. Ich setze das alles mal hier rein, vielleicht mag es für den einen oder anderen hilfreich sein.

Guten Tag, ich habe einen kleinen 2 Monate alten Wellensittich (zu 80% ein Hahn), der immer wieder ziemlich aufgeplustert auf der Stange sitzt. Auch ist sein Kot grünlich und etwas wässrig. Ansonsten ist er aufgeschlossen und spielt und schmust auch gerne mit meinem 2. Wellensittichmädchen. Ichwollte ihn heute schon zum Tierarzt bringen, aber leider habe ich ihn nicht in die Transportbox gebracht und einfach greifen wollte ich ihn nicht, da er sich gerade erst an die Hand gewöhnt hat. Ich hoffe, Sie können mir raten, was ich tun soll, bzw. ob ich mir ernsthafte Sorgen machen muss. Viele Grüße und danke schon mal Bettina B. – PS: Ich habe ihn von einem guten Züchter aus Ostfriesland (ich wohne in Bayern) und habe meine beiden Wellensittiche über den Transportweg (Tiertransport) bekommen. Das ist erst 1 Woche her. Kann es sein, dass er noch vom Transport geschwächt ist? Er schläft auch sehr viel, aber er ist ja noch ein Baby. Wobei der 2. Welli (eine Henne) superfit ist.

Antwort: Hallo Frau B., Kotveränderungen bei Wellensittichen können verschiedene Ursachen haben.
Die erste Unterscheidung, die man treffen muß, ist ob nur der feste Anteil (=eigentlicher Kot) oder auch der Flüssiganteil (= Harnanteil, Nierenstörung) des Kotes betroffen ist.

Ich vermute, daß bei Ihrem Wellensittich nur der feste Anteil verändert ist. Insbesondere sind folgende Ursachen möglich:
-ungewohntes Futter (evtl. auch verdorben oder zu viel), auch Knabbern an einer unverträglichen Pflanze, Tapete etc ., Futterwechsel, belastetes Grünfutter
-bakteriell, viral, parasitär (Kot oft grün-schwärzlich, ungeformt, bei Chlamydien oft ins Gelbliche gehend, bei „Megabakteriose“ oft unverdaute Körner im Kot)
– Hefepilzinfektionen (Kot oft schaumig, übelriechend, voluminös)
-Bauchspeicheldrüsenunterfunktion: Kot grau-breiig, lange weiche Stränge, Kotmenge deutlich erhöht.
– akute Bleivergiftung (dann öfter rötliche Verfärbung)
– Tumor (bei jungem Vogel nahezu ausgeschlossen)

Daß der Kot Ihres Wellensittichs grünlich ist, könnte infektiös bedingt sein, aber die Farbe erlaubt leider keine eindeutige Diagnose. Hierfür ist eine Kotuntersuchung erforderlich. Durch einen Transportstress wird die Abwehr geschwächt und der Organismus anfälliger, daher kann der Transport durchaus eine Mitursache sein. Falls vorhanden könnten Sie je 5 Globuli Echinacea D1 und Ferrum phosphoricum D6 ins Trinkwasser geben.

Falls Blut im Kot auftreten sollte: deutet auf deutliche Schädigung der Schleimhaut hin.

Grundsätzlich kann eine genaue Diagnose nur durch eine Kot- und Röngenuntersuchung beim Tierarzt gestellt werden, am Besten wäre ein „Vogel-Tierazt“ (Gelbe Seiten) oder unter:
http://www.wellensittich.de/ti…
http://papageienfreunde.com/Kr…
www.graupapageienwelt.de
www.vwf.de
www.tierweb.net/TAvoegel.htm
.Insbesondere falls der Kot flüssig und/oder blutdurchsetzt ist , sollten bitte Sie baldmöglichst unbedingt zum Tierarzt gehen, da Wellensittiche keine großen Reserven haben. Nährstoff-Flüssigkeitsgabe (kleine Infusion) wird relativ bald erforderlich. Am Besten etwas Kot in einem Proberöhrchen beim Tierarztbesuch mitbringen.

Unterstützend (aber Tierarzt keinesfalls ersetzend) können Sie Folgendes tun :
– Obst , Gemüse und Grünfutter weglassen, auch keine Leckerli oder Weichfutter
– nur Körnerfütter gemischt mit Zwieback und evtl hartgekochtem Ei geben.
– Kamillentee weitergeben
– Rotlicht für 5-10 Minuten 4-5x/Tag, nur über eine Hälfte des Käfigs, Ihr Wellensittich sollte wählen können , ob er ins Rotlicht will
-Gabe von Probiotica (BirdBeneBac, Albrecht, gibt´s beim Tierarzt)
– Nux vomica D6 (wirkt beruhigend auf den Darm und fördert die Entgiftung) und Okoubaka D4 (entgiftend) (5 Globuli ins Trinkwasser geben)

Es wäre sehr gut wenn Sie spätestens morgen mit Wellensittich und Kot zum Vogeltierarzt gehen, damit gezielt behandelt werden kann.
Oft hilft es zum Einfangen ein großes Tuch über den Vogel zu werfen und ihn dann zusammen mit dem Tuch zu greifen und in den Transportkäfig zu setzen. Vorher höhere Sitzstangen aus der Voliere entfernen

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Ich bin dann noch am selben Tag zu Frau Dr. Treitinger bei mir in der Stadt, nachdem ich beide mit etwas Mühe in den Transportkäfig bekommen hatte.

Ich bekam für Piepser BeneBac und ein Aufbaupräperat und nach ein paar Tagen mit zusätzlicher Rotlichtbehandlung war meine kleines Sorgenkind wie neu geboren.