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Wellensittiche gesund und artgerecht ernähren & Stärkung des Immunsystems Teil II

So weiter geht´s….

So, ich habe morgen einen Termin mit meiner vkTÄ, aber ohne die Spatzen.
Ich werde sie u.a. zu Immun-o-Flash befragen und ob eine Kur Sinn macht und auch generell zur Stärkung des Immunsystems.

Bei mir ist es ja so, dass sich meine Swee´Pea ja längere Zeit immer wieder am Hals gerupft hat. Im April habe ich sie ja untersuchen lassen und es wurde ein Hauptpilz festgestellt, der auch erfolgreich behandelt wurde.
Sie hatte auch schon mal aufgehört zu rupfen, aber dann wieder angefangen.
Jetzt merke ich, dass sie wieder komplett aufgehört hat zu rupfen, aber die Federchen wachsen nur sehr langsam nach.

Auch mein Jimmy, ein weiß-gelber Hahn, 3 ½ Jahre alt, macht mir noch ein bisschen Sorgen.
Vor einiger Zeit sind ihm unter beiden Flügeln die Federn ausgefallen, er war dann praktisch unter den Flügeln nackig.
Heute habe ich aber gesehen, dass unter dem rechten Flügel die Federchen schon wieder relativ gut spießen, unter dem linken Flügel ist er aber immer noch ziemlich nackig.
Ansonsten ist Jimmy aber fit wie ein Turnschuh und er fliegt auch wieder sehr viel besser, nachdem er vor kurzem noch ab und zu mal abgestürzt ist.

Wie dem auch sei, das Immun-o-Flash soll ja u.a. sehr gut sein bei Gefiederproblemen und ich habe es auch schon bestellt.
Bevor ich es allerdings anwende, möchte ich doch gerne mit meiner vkTÄ darüber sprechen, was sie denkt und wie weit es Sinn macht.

Mein dritter Kandidat und mein Sorgenkind ist ja mein Willie, bei dem ja letztes Jahr im Juli ein Nierentumor diagnostiziert wurde.
Willie schlägt sich tapfer und hat gute und schlechte Tage…im Moment leider eher wieder schlechtere.
Gerade auch für ihn ist eine Stärkung des Immunsystems von großer Bedeutung und auch deshalb werde ich nichts unversucht lassen.

Versteht mich nicht falsch, ich bin grundsätzlich der Meinung, dass gesunde Wellensittiche nicht großartig was an irgendwelchen Mittelchen brauchen.
Gesundes und artgerechtes Futter, ab und zu ein paar frische Kräuter und vor allem Bewegung und frische Luft.
Hat man aber ein paar Problemkinder bleibt es nicht aus, darüber nachzudenken, was man sonst in der Richtung noch tun könnte.

 Swee´Pea

 Jimmy

 Willie (mit Swee´Pea)

Update 05.09.2017:

Ich hatte heute Glück, denn meine vkTÄ Frau Dr. Schink hat mich heute Morgen angerufen, dass sie ganz in der Nähe ist und persönlich vorbeikommen könne, wenn ich mag. Das war mir natürlich sehr recht, denn so musste ich auch keine Anfahrtskosten bezahlen.
Auf jeden Fall hat sie sich die Vögelchen dann gleich alle angeschaut, insbesondere meinen Willie begutachtet und Jimmy auch genauer untersucht.
Willie hatte heute auch wieder einen besseren Tag, bin aber mit Frau Schink übereingekommen, die homöopathischen Mittel, die Willie bisher bekommen hat, mal zu pausieren und vor allem sein Immunsystem zu stärken, dazu komme ich dann gleich.
Bei Jimmy hat sie Blut abgenommen und auch eine Federprobe, um eine eventuelle Viruserkrankung feststellen zu können und das Ergebnis hat sie mir vorhin telefonisch mitgeteilt.

Und das habe ich soeben erfahren: Jimmy hat keine virusbedingte Gefiederstörung, also kein PBFD und auch kein Polyoma. Allerdings liegt bei Jimmy eine Art Stoffwechselstörung vor und er kann die für das Federwachstum wichtigen Aminosäuren nicht ausreichend aufnehmen, bzw. aufspalten.

So und nun zum Immun-o-Flash: Frau Dr. Schink hält sehr viel davon und es war fast Gedankenübertragung, dass ich dieses Mittel erwähnt habe.
Wie gesagt, wir wollen insbesondere bei Willie und auch bei Jimmy das Immunsystem stärken, zudem hat man mit Immun-o-Flash auch bei Gefiederstörungen die besten Erfahrungen gemacht, das hat mir die TÄ ausdrücklich nochmal bestätigt.
Als Vorbereitung werde ich jetzt dann erst mal 10 Tage eine PT-12-Kur machen.
Im Anschluss beginne ich mit dem Immun-o-Flash in Verbindung mit Frutin und zwar nun mal durchgehend 3 Monate lang und dann werden wir telefonieren wie wir weiter verfahren und sie wird sich die Vögelchen evtl. auch nochmal ansehen.
Weiterhin gebe ich nichts, außer 1 x die Woche Korvimin.

Frau Dr. Schink sagte mir, dass sie es grundsätzlich sehr befürwortet, eine Kur mit Immun-o-Flash in jedem Bestand zu machen, egal ob nun gesunde oder kranke Wellis, denn besser könne man das Immunsystem nicht stärken.
Und warum sollte sie das sagen, sie hat ja nichts davon.

Was meine Ernährung anbelangt, so sagte sie mir, besser könne man es ihrer Ansicht nicht machen und ich solle auf jeden Fall bei meinen Mischungen bleiben.
Sie ist ebenso wie ich der Meinung, dass Wellensittiche Abwechslung brauchen, das haben sie in der Natur ja auch.
Die Körner, die sie am liebsten mögen, picken sie ja eh raus und die nicht so beliebten Saaten etc. bleiben drin. (Meine essen alles, da bleibt kein Körnchen übrig).
Und so kommt man mit der Zeit schon drauf, was sie bevorzugt essen und was nicht und kann sein Futter entsprechend anpassen.(Meine mögen z.B. keine Gemüsemischungen, dagegen alles mit Kräuter sehr gerne).
Das gilt jetzt für Halter, so wie ich füttere, denn Züchter füttern ja entsprechend energiereicher.

Weiterhin ist sie der Meinung, dass ich ruhigen Gewissens auch täglich frische Kräuter geben kann, da die Vögelchen eh nur so viel zu sich nehmen, wie sie brauchen.
Obst sollte nicht gefüttert werden, sie sagte aber wortwörtlich, ein Apfelspältchen hat noch keinen Wellensittich umgebracht ;) Gemüse in Maßen, wie z.B. ab und zu ein Salatblatt etc. würde dagegen nicht schaden, man sollte allerdings auf ungespritzte Ware achten.

Update 06.09.2017

Dann will ich jetzt mal ein bisschen ausholen, was mir Frau Dr. Schink geraten hat: 

Also wie schon anfangs erwähnt, wurde ja in der Facebookgruppe das Immun-o-Flash zur Stärkung des Immunsystems mehrmals empfohlen, weshalb ich mich dann genau erkundigen wollte, ob es Sinn macht, gerade auch wegen meiner Sorgenkinder.
Frau Dr. Schink sagte mir dann, dass sie selbst beste Erfahrungen damit gemacht hat und es mir unbedingt ans Herz legen würde.

In meinem Fall gehe ich also nach Absprache mit Frau Dr. Schink wie folgt vor:
Erst mal gebe ich 10 Tage hintereinander PT-12 als Vorbereitung, ein Arzneimittel mit Laktobazillen, welches den Darm stabilisiert, etwaige pathogene Keime verdrängt, sozusagen „entgiftet“, wenn man es so sagen will.

Im Anschluss dazu kommt dann die tatsächliche Kur mit Immun-o-Flash, welches mit Frutin (flüssig) an das Futter gebunden wird. Das ist sinnvoll, da ansonsten das Immun-o-Flash, was ja ein Pulver ist, durch die Körner durchrieselt, sprich die Vögel würden dann zu wenig davon aufnehmen.
Frau Dr. Schink hat mir geraten, das Immun-o-Flash durchgehend 3 Monate zu geben, was mir aber nicht möglich ist, da ich ja im Oktober in USA bin und meinem Babysitter die Mixerei nicht zumuten kann.
Somit sind wir heute übereingekommen, nachdem wir nochmal telefoniert haben, dass ich wie folgt die Immun-o-Flash-Kur mache (nach den 10 Tagen PT-12):
– 3 Wochen täglich Immun-o-Flash (in Verbindung mit Frutin) unters Körnerfutter
– Dann folgt eine 3-wöchige Unterbrechung
– Im Anschluss dazu wieder 3-Wochen-Kur – und dann telefonieren wir.
Korvimin gebe ich in der Zeit zusätzlich 1 x pro Woche, aber sonst nichts anderes.

Sie schickt mir auch einen kleinen Messlöffel (3 g) , mit dem ich optimal dosieren kann.
Die empfohlene Dosierung beträgt ca. 8 -10 g je kg Futter, bzw. 3 Messlöffel je kg Futter.
Ich füttere täglich ca. 120 g, das ist einfach auszurechnen.

Generell empfiehlt Fra. Dr. Schink eine Kur mit Immun-o-Flash insbesondere allen, die ältere Vögel haben oder eben auch bei Gefiederproblemen aller Art, aber auch als Vorbeugung für gesunde Vögel kann es auf keinen Fall schaden, sondern nur nutzen.
Dann: Über das Körnerfutter über einen Zeitraum von etwa 3 Wochen Immun-o-flash. Nach einer dreiwöchigen Unterbrechung wird Immun-o-flash wiederum über einen Zeitraum von etwa 7 Tagen verabreicht.
Der Einsatz vom Immun-o-flash ist zwei- bis dreimal im Jahr über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen zu wiederholen.

Update 11.09.2017:

Frau Dr. Schink hat mir vor ein paar Tagen noch die genaue Anwendungsempfehlung geschickt, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Genauso mache ich es seit 3 Tagen – und zwar brauche ich auch nicht die PT-12-Kur extra machen, sondern mische bereits alles zusammen.
Aufgrund meiner „Sorgenkinder“ soll ich das jetzt durchgehend 3 Monate so geben, im Normalfall gilt aber, wie ich es bereits in meinem vorherigen Beitrag beschrieben habe.

Update 21.09.2017:

Hier kommt mal ein kleiner Zwischenbericht von mir.
Gleich zu allererst: Also mit dem Frutin zur Bindung des Pulvers an das Futter bin ich nicht sehr glücklich und habe es weggelassen. Der Grund ist, dass das ganze dann irgendwie so eine klebrige feste Masse wird, das Futter sieht dann in der Futterschale aus wie ein Kräcker und meine Spatzen haben es so nicht angerührt. So habe ich es nach 3 Tagen schon nicht mehr zur Bindung verwendet.
Da das Frutin aber sehr gut wasserlöslich ist, werde ich es dann mal ab und zu ins Trinkwasser geben.
Hier nochmal die Beschreibung, für alle, die es interessiert: http://re-scha.de/shop/frutin-330ml/

Das Immun-o-Flash gebe ich nun seit 2 Wochen unters Futter und was mir sehr positiv auffällt, ist, dass mein Willie, der ziemlich geschwächelt hat in der letzten Zeit, nun einen superfitten und gesunden Eindruck macht.
Auch alle anderen sind ohne Ausnahme sehr aktiv und lebensfroh (trotz Mauser).
Was die Gefiederprobleme bei Swee´Pea und Jimmy betrifft, da muss ich natürlich noch abwarten, da kann ich aktuell noch nicht viel dazu sagen… das braucht seine Zeit.
Noch ein sehr positiver Affekt auch bei meiner Peanut: Sie war ja wirklich ganz schön mobbelig und faul wie Oskar…ja nicht bewegen. Wenn sie mehr als 2 Meter geflogen ist, ist sie laufend abgestürzt.
Sie hat mittlerweile sehr gut abgenommen, da sie plötzlich viel viel aktiver ist, sich echt viel bewegt und fliegt. Keine Abstürze mehr, die Maus wird immer fitter. Ob das jetzt direkt mit dem Immun-o-Flash zu tun hat, kann ich nicht 100%ig sagen, merke jedoch die positive Veränderung bei Peanut seit ca. 1 1/2 Wochen. 

Update 30.09.2017:

Bei mir sind seit vorgestern 3 Wochen Immun-o-Flash um – und obwohl mir meine vkTÄ eine durchgehende Kur von 3 Monaten vorgeschlagen hat, mache ich das nicht, sondern wie vom Hersteller re-scha empfohlen, lege ich nun eine Pause von 3 Wochen ein – und gebe es dann nochmal durchgehend für 7-10 Tage.
Der Grund meiner Immun-o-Flash-Pausierung ist bei mir auch, da die Spatzen momentan sehr stark mausern, gebe ich nun täglich oder jeden 2. Tag während der Mauser Korvimin ins Futter und da möchte ich nicht mehrere Mittelchen gleichzeitig ins Futter mischen.

Nun aber zum positiven Effekt: Meine 2 „Faulis“ Snoopy und Peanut sind nun viel aktiver und vor allem Peanut, was ein richtiger Moppel war, hat super abgenommen und bestimmt deshalb, weil sie sich nun sehr viel bewegt. Noch vor ein paar Wochen ist sie regelmäßig abgestürzt, schaffte es nicht mehr als 2 Meter am Stück zu fliegen, was nun vollkommen der Vergangenheit angehört.
Sehr positiv auch mein Willie (der ja einen Nierentumor hat), auch er ist insbesondere in der letzten Woche fit wie ein Turnschuh und flirtet wieder fleißig mit den Mädels, also er ist wieder ein richtiger Womenizer.
Bei meinem Jimmy kann ich beobachten, dass bereits unter einem Flügel, wo er komplett nackig war, nun wieder Federchen sprießen.
Bei Swee´Pea ist leider noch alles unverändert, aber die Maus hört auch nicht auf, sich zu rupfen.

Ja genau, man macht dann idealerweise 2-3 x im Jahr eine 7-10-tägige Immun-o-Flash-Kur.
Ich selbst werde sie dann alle 3 Monate machen.
Ich habe einen guten Bekannten, der selbst 30 Wellis hat, und mir das auch so empfohlen hat und dies schon seit mehr als 2 Jahren so praktiziert (wiederum auf Empfehlung seines vkTA) und seit der Zeit nicht einen kranken Welli mehr hatte.
Desweiteren hat er mir empfohlen, alle 3 Monate eine PT-12-Kur zu machen und zwar für 10 Tage (da alles andere weglassen).
Ich persönlich werde es dann so machen, dass ich zuerst die PT-12-Kur mache und im Anschluss Immun-o-Flash – sozusagen Stärkung der Darmflora und des Immunsystems.

Wenn ich das Frutin nun nicht schon hätte, würde ich es auch nicht mehr kaufen und zwar aus dem Grund, weil ich mit der Bindung mit dem Immun-o-Flash an das Futter alles andere als zufrieden war.
So werde ich es halt nun ab und zu ins Trinkwasser geben, wobei ich aber generell auch kein Freund von zuckerhaltigem bin, auch wenn behauptet wird (auch von meiner vkTÄ), dass ein riesen Unterschied zwischen raffiniertem Zucker und natürlichem Zucker ist.

Update 10.12.2017:

Ein kleines Update was bei mir die Immun-o-Flash-Kur betrifft.
Die letzte Gabe habe ich Mitte November beendet und ich merke spürbar positive Veränderungen.

Insbesondere bei meinem Jimmy, der ja unter beiden Flügeln komplett nackt war, hat sie entscheidend etwas getan: Unter dem linken Flügel ist jetzt alles wieder von Federn bedeckt, nur unter dem rechten Flügel ist noch ein kleiner nackiger Fleck, aber kein Vergleich zu vorher. 

Auch bei Swee´Pea sprießen schon wieder Federchen am Hals, hoffe halt bloß, dass sie nicht wieder zu rupfen anfängt, aber seit ca. 2 Wochen konnte ich nichts dergleichen beobachten…nur bei Swee´Pea weiß man das nie. Ansonsten ist die Maus aber superfit und erfreut sich des Lebens.
Auch hat sie regelmäßig mit Willie Spaß am Sex.

Mein Willie ist in letzter Zeit nicht mehr wiederzuerkennen. Während er noch vor nicht allzu langer Zeit seine Tage meist in der Voliere verbrachte und höchstens 1-2 mal am Tag kurz rausflog, ist er nun ununterbrochen draußen und schwer beschäftigt, sowohl mit spielen, als auch mit den anderen Spatzen.
Fliegen tut er auch fleißig,  wobei sein rechter Flügel sein ein paar Monaten hängt und so hört sich sein Fliegen immer wie das von einer Taube an…flapp flapp flapp…aber das tut der Sache keinen Abbruch.

Auch der Rest der Bande ist äußerst aktiv und sie sind egal bei welchem Wetter, so gut wie den ganzen Tag draußen am spielen, zwitschern und rumtoben. 

Meine Peanut hat leider schon wieder ein bisschen zugenommen, aber das liegt an Willie, denn der füttert sie ja pausenlos. Aber nichtsdestotrotz ist sie viel aktiver als sie noch vor ein paar Monaten war. Heute ist sie zwar mal wieder abgestürzt und auf dem Boden gelandet, aber sie ist von alleine wieder hochgeflogen, was vor nicht all zu langer Zeit noch ein Problem darstellte und ich sie immer mit der Hand hochheben musste.

Alles in allem kann ich also eine Kur mit Immun-o-Flash unbedingt empfehlen. 

 

 

 

Wellensittiche gesund und artgerecht ernähren & Stärkung des Immunsystems Teil I

Ich bin ja noch einer Wellensittichgruppe in Facebook und zwar in der Gruppe in „Wellensittiche & Zahm im Schwarm“ von Volker Dörr und da wird viel darüber diskutiert, wie man unsere Wellensittiche gesund und artgerecht ernähren kann und wie wichtig es ist, das Immunsystem zu stärken.

Hier ein Beitrag dazu aus der Gruppe, gepostet von Volker Dörr:

ich bin es langsam echt leid, in fast jedem Post zu erwähnen wie wichtig es ist unsere Federmäuse Gesund und Artgerecht zu ernähren und noch viel wichtiger es ist das Immunsystem zu stärken. 90 % aller Krankheiten sind auf ein schwaches Immunsystem zurückzuführen. Unsere Wellis sind vielen Viren, Bakterien und Pilzen ausgesetzt und diese kann er NUR bewältigen wenn er ein starkes Gesundes Immunsystem hat. Die Eltern geben bereits ein gewisses Immunsystem den Küken über die Fütterung und Genen weiter. Aber selbst der Beste Züchter ist Machtlos wenn die Halter dieses nicht weiter stärken.
Wie kann man nun das Unsichtbare Immunsystem stärken ??
Lange habe ich immer gedacht das es reicht wenn man die Federmäuse Gesund ernährt. Täglich Frische Gräser und viel Gemüse anbietet. Aber ich merkte recht schnell das dies einfach nicht ausreicht. Gerade in den Sommermonaten kämpfte ich immer wieder mit Trichos, Kropfentzündungen und Milben. Ich Fragte mich immer wieder woher das kommt, warum meine Wellis diese Krankheiten nicht einfach so weg stecken. Letztes Jahr habe ich mich dann lange mit einem sehr Erfahren Züchter unterhalten der schon ein Halbes Jahrhundert erfolgreich Wellis Züchtet. Da wurde mir schnell klar wo mein Fehler lag. “ Weniger ist mehr “ sagte er mir .. !
Er zeigte mit seine Fütterung und stellte schnell fest das nicht auf die Vielzahl der Saaten ankommt, sondern auf die wo energiereich sind.
Daraufhin habe ich meine Komplette Fütterung Komplett Umgestellt. Seit dem, hatte ich nicht einen einzigen Kranken Vogel mehr …
Bei den Federmäusen gibt es seit dem nur noch 2-3 mal in der Woche ein stk. Staudensellerie und eine Möhre als Gemüse. 1 mal in der Woche eine Hand voll Golliwood und ein paar Kräuter, wie Thymian, Petersilie und Basilikum. Alle 3-4 Tage gibts dann mal frische Hühnerhirse oder Gräser wenn ich was zufällig finde. Von allem anderen sehe ich ab und verzichte drauf. Zusätzlich gebe ich 1 Eßlöffel Propolis Pulver auf 5 Kg Futter im Wechsel mit Imun O Flash …. Alle 4-6 Wochen mache eine PT12 Kur. Damit erreicht man ein sehr gutes und gesundes Immunsystem was fast allen Krankheiten den gar aus macht … Denkt einfach mal drüber nach …

So jetzt kommt´s, denn nach diesen Aussagen mache ich definitiv was falsch, denn wie ihr wisst, füttere ich nicht nur eine Futtermischung, sondern an 7 Tagen in der Woche jeden Tag eine andere.
Das habe ich auch in der Gruppe geschrieben und es wurde mir dringend angeraten, bei nur einer Mischung zu bleiben, da ein andauernder Wechsel für die Vögel auch Stress bedeutet.
Also besser wäre danach, ich mische alle meine Mischungen zusammen und gebe sie täglich als eine Futtermischung.

Na ja, so viel Kritik wollte ich jetzt auch nicht so einfach hinnehmen, ohne zu hinterfragen und habe deshalb Olaf Hungenberg angeschrieben, was er dazu meint:

Lieber Herr Olaf Hungenberg, ich bräuchte bitte Ihren Rat und Ihre Meinung:
Ich habe 11 Wellensittiche und füttere nicht nur eine Futtermischung durchgehend, sondern bei mir gibt es von Montag bis Sonntag jeden Tag eine andere Mischung, also insgesamt 7 verschiedene Futtermischungen ( davon 6 von Birds and more) und zwar wie folgt:
Montag: Wie in der Prärie
Dienstag: Premium
Mittwoch: Grasland
Donnerstag: Multi-Traum
Freitag: Auslese
Samstag: Wie in der Pampa
Sonntag: Kräuterapotheke (von Ricos)
Und nun zu meinem Anliegen: Ich bin in der Facebook-Gruppe „Wellensittiche & Zahm im Schwarm“ und Volker Dörr schreibt da, dass ständiger Futterwechsel Stress für die Vögel bedeutet und man das nicht machten sollte, da nicht gesundheitsfördernd, sprich man nur durchgehend eine einzige Mischung füttern sollte. Er schreibt auch, rein theoretisch könnte ich nun alle 7 Mischungen zusammenmischen, das wäre besser, als täglich zu wechseln.
Bin nun sehr verunsichert und würde dazu gerne ihre Meinung wissen.
Vielen Dank schon mal im Voraus.

Olaf Hungenbergs Antwort kam prompt:

Hallo
wir müssen uns zuvor erst einmal darüber im Klaren sein, daß alle genannten Mischungen gemeinsame Hauptbestandteile haben. Mit anderen Worten, der Vogel hat selektiv durchaus die Möglichkeit die von ihm jeweils schwerpunktmäßig bevorzugten Saaten aufzunehmen. Es ändert sich vielleicht täglich die Breite des Angebotes an den neben den Hauptbestandteilen enthaltenen Zusatzbestandteilen. Dies ist bei freilebenden Wellensittichen und bei vielen anderen Lebewesen nicht anders.
Würde ich nun Einzelsaaten verfüttern und diese täglich wechselnd ausschließlich anbieten dürfte dies sicherlich genauso bedenklich sein, wie Mischungen die sich stark im Protein- und/oder Fettgehalt unterscheiden. Letzteres ist bei den genannten Mischungen nicht der Fall und insofern ist die Fütterungsweise völlig bedenkenlos.
Starke Schwankunegn zwischen den Mischungen bezüglich Protein und/oder Fettgehalt hat man beispielsweise sehr deutlich bei Kanarienfutter, hier wäre von stark wechselnden Gaben abzuraten.

Gruß
Olaf Hungenberg

Habe mich natürlich auch bedankt:

Hallo Herr Hungenberg, haben sie recht vielen Dank für Ihre Mühe und Ihre ausführliche Antwort, ich weiß das sehr zu schätzen.
Ich war gestern sehr verunsichert, aber sie werden lachen, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen hatte, habe ich mir die Zusammensetzungen der einzelnen Mischungen nochmals angesehen und festgestellt, dass sie in der Tat alle die selben Hauptbestandteile haben.
Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich meine gewohnte und bewährte Fütterung so beibehalten kann.
Alle ihre Wellensittichmischungen, die ich oben aufgeführt habe, sind ohne Ausnahme von meinen Vögelchen sehr begehrt und werden sehr gerne gegessen, so dass ich natürlich auch in Zukunft bei diesen Mischungen bleiben werde.
Nochmals herzlichen Dank, sie haben mir sehr weitergeholfen.
Viele Grüße
Bettina Benker

Soviel nun zu den Futtermischungen und Abwechslung in den Näpfen.

Ach ja, Obst und Gemüse füttere ich ja gar nicht dafür aber regelmäßig frische Kräuter (wobei das streng genommen auch zum Gemüse zählt).
Im Sommer alle paar Tage auch mal frische Gräser, im Winter getrocknet.

Was die von Volker Dörr empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel betrifft, insbesondere PT-12 und Immun-o-Flash, habe ich mich darüber ausführlich mit meiner Tierärztin unterhalten und schreibe dazu einen extra Bericht.

Neuer Speiseplan für meine Buntspatzen :)

Da es Futtermittel Jehl leider nicht mehr gibt, kaufe ich nun meine Futtermischungen bei Birds and more Hungenberg und meine Spatzen und ich sind durchaus sehr zufrieden. :)

Ich verwöhne ja meine Spatzen kulinarisch vom feinsten und sie bekommen auch jeden Tag eine andere Futtermischung.

So, jetzt mal hier unser derzeitiger Speise-Wochen-Pan:

Montag:  Wie in der Prärie
Zusammensetzung: Spitzsaat, Rispenhirse (Silber, Plata, Gelbe, Grüne, Rote), Japanhirse, Borstenhirse (Manna, Senegal), Grassamen (Knaul, Schwingel, Weidel), Haferkerne, Fenchelsamen, Kiefernsamen, Lavendelblüten.

Dienstag:  Premium
Zusammensetzung:
25% Spitzsaat
32% Rispenhirse (Silber, Plata, Gelbe, Grüne, Rote)
7,8% Japanhirse
14% Borstenhirse (Manna, Senegal, Mohair)
15% Grassamen (Knaul, Schwingel, Weidel)
2% gelbe Rispenhirse geschält
1% Salatsamen weiss
1% Fonio
1% Kleesamen
1% Amaranthsamen
0,1% Thymian gerebelt
0,1% Oregano gerebelt

Mittwoch:  Grasland
Zusammensetzung: 9 verschiedenen Hirsesorten(68%), Spitzsaat(19,8%), Haferkerne(3%), Samen von Knöterichgewächsen und Wegerich(2,2%), Weidelgras, Raygras, Schwingelgras, Knaulgras, Wiesenlieschgras und Rispengrassamen(insgesamt 7% Grassämereien).

Donnerstag:  Multi-Traum 
Zusammensetzung:
24% Spitzsaat
54,5 Rispenhirse (Silber, Plata, Gelbe, Grüne, Rote)
5% Japanhirse
5,1% Borstenhirse (Manna, Senegal, Mohair)
6% Grassamen (Knaul, Schwingel, Weidel)
2% Nackthafer
0,5% Spinatsamen
0,5% Petersiliensamen
0,1% Kräutermix
0,1% Thymian gerebelt
0,2% Petersilienkraut
0,2% Vogelmierekraut
0,2% Fenchelsamen
0,2% Zichoriesamen
0,2% Leinsamen
0,2% Chiasamen
0,2% Gold of Pleasure
0,2% Kleesamen
0,2% Buchweizen geschält
0,2% Pastinaksamen
0,2% Amaranthsamen
Der Anteil an ölreichen Sämereien ist auf 1,5% beschränkt und liegt schwerpunktmäßig bei solchen Saaten die aufgrund von Polysacchariden als Schleimstoffe eine verdauungsunterstützende Wirkung besitzen.
Dies macht in Verbindung mit Oregano und Thymian in der Kräutermischung durchaus Sinn bei Gefahr oder Vorbeugung von Macrorhabdus o..

Freitag:  Auslese
Zusammensetzung:
19% Spitzsaat
22% Rispenhirse (Silber, Plata, Gelbe, Grüne, Rote)
8% Japanhirse
36% Borstenhirse (Manna, Senegal, Mohair)
12% Grassamen (Knaul, Schwingel, Weidel)
1% Salatsamen weiss
2% Haferkerne gebrochen

Samstag:  Wie in der Pampa
Zusammensetzung: Spitzsaat, Rispenhirse (Silber, Plata, Gelbe, Grüne, Rote), Japanhirse, Borstenhirse, Grassamen (Knaul, Schwingel, Weidel), Haferkerne, Mariendistelsamen, Kamilleblüten, Thymian gerebelt.

Sonntag:  Kräuterapotheke von Rico´s
30 versch. Saaten, Wildsamen, Kräuter und Beeren Glanz, Silberhirse, gelbe Hirse, Japanhirse, Haferkerne, Moharhirse, Senegalhirse rot, Senegalhirse gelb, rote Hirse, Finch panicum, Nigersaat, Quinoa, Amaranth, Alfalfa, Glanz entspelzt, Leinsaat, Rübsen, Nachtkerze, Grassamen, Spinatsamen, Radieschensamen, Buchweizen, Kardi, Kiefernsaat, Mohnsamen, zusätzlich Berberitze, Sanddorn, Vogelmiere, Brennesselkraut, Hirtentäschelkraut, Löwenzahnkraut, Schafgarbenkraut, echte Kamillenblüten, Gänseblümchen, Süßholzraspel

In extra Schälchen bekommen die Spatzen noch folgende Blüten- und Kräutermischungen:

Wellensittich Blütenmix mit Kräutern
Zusammensetzung: Heublumenblüten, Borstenhirse-Mix, Lavendelblüten, Kamilleblüten, Holunderblüten, Mädesüßblüten, Beifußkraut, Hirtentäschelkraut, Löwenzahnkraut, Löwenzahnwurzel, Oreganokraut, Brennesselkraut, Petersilienkraut, Sauerampferkraut, Schafgarbenkraut, Spitzwegerichkraut, Vogelmierekraut, Feldsalatsamen.

Sittich Gemüsemix mit Kräutern 
Zusammensetzung: Paprika rot, Paprika grün, Möhrenstückchen, Rote Beete Stückchen, Selleriestengel, Petersilienstengel, Buchweizen geschält, Melonenkerne, Radieschensamen, Mariendistelsamen, Hagebuttenkerne.

Desweiteren in extra Schälchen auch noch Knaulgras, Pagima Green, Foniopaddy.

Frisch füttere ich diverse Kräuter, wie Vogelmiere, Thymian, Basilikum, Oregano.
Den Sommer über gibt es auch häufig frische halbreife Gräser und Hühnerhirse, aber auch mal Getreide wie Hafer, Gerste, Roggen und Weizen.
Im Winter gebe ich Hafer- und Weizenähren getrocknet, auch mal getrocknete Knaulgrasähren.

 

 

 

Gesunde Futtermischungen für meine Buntspatzen :)

Heute möchte ich mal schreiben, was ich seit einiger Zeit für Futtermischungen verwende.

Ich bin ja ein bisschen verrückt und füttere jeden Tag eine andere Mischung ;) Na ja, ich mag ja auch nicht jeden Tag das gleich essen ;)

Ich habe in den letzten 2 1/2 Jahren, seit ich wieder Wellensittiche habe, viele unterschiedliche Mischungen ausprobiert und schlussendlich die gefunden, welche meine Wellis am liebsten mögen.

Hier also der wöchentliche Speiseplan:                                                           Pro Welli rechne ich 10 g Futter; in ein extra Schälchen gibt es auch noch Knaulgras und Delicha.

Montag:  Wellensittich.net-Mischung Spezial ( Körnerbude)            300g Spitzsaat/ 100g Silberhirs/ 100g Senegalhirse/ 100g Wiesengräser Premium/ 100g Bluthirs/ 100g Grüne Hirse/ 50g Pagima Green/ 50g Japanhirse/ 50g Plata hirse/ 20g Feldsalatsamen/ 10g Basilikumsamen/ 10g Petersiliensamen/ 5g Fenchel/ 5g Eukalyptus/ Vogelmiere

Dienstag: Wellensittiche Foren-Mischung  (Körnerbude)                        30% Rotschwingel, Wiesenrispe, Knaulgras, Glatthafer, Goldhafer, Wiesenschwingel, Wiesenfuchsschwanz, Rohrschwingel, Deutsches Weidelgras, Wiesenlieschgras – 30% Glanzsaat –  30% Mohairhirse, schwarze Hirse, grüne Hirse, gelbe Hirse, echte La Plata Hirse, Japanhirse, Senegalhirse, Silberhirse, Teff Zwerghirse, Rote Hirse, Marokko Hirse, Mannahirse –  5% Dill, Fenchel, Kümmel, Wilde Möhre, Petersilie, Spitzwegerich, Kleiner Wiesenknopf, Schafgarbe, Gemeiner Pastinak, Wilde Wegwarte – 5% Lavendelblüten + Eukalyptus, Kräuter Mauser Unterstützung (Brennessel, Ackerschachtelhalm, Vogelmiere, Löwenzahn)

Mittwoch:  Mischung Wiesengräser (Körnerbude) *)  Wird demnächst ausgetauscht, da bei dieser Mischung keine Zusammensetzung angegeben ist, was mich stört.

Donnerstag: Mischung Kräuter (Körnerbude)                                Kanariensaat, Silberhirse,  verschiedene Grassamen (Rotschwingel, Wiesenschwingel, Wiesenlieschgras, Deutsches Weidelgras, Rohrschwingel, Knaulgras, Wiesenrispe)Japanhirse, Senegalhirse, echte La Plata Hirse, verschiedene Kräuter (u.a. Löwenzahn,Rotklee,Vogelmiere,Spitzwegerich)

Freitag: Wellensittich Australien (Jehl)                                                         14%    Borstenhirse (dreifarbige Mohair- Manna- und Senegalhirse)
32%    Rispenhirse  (Silber- Plata- und Heubecks Hirsemix)
25%    Glanzsaat
15%    Grassamen    (Knaul- Rotschwingel- Weidel- Wiesenlisch und
Wiesenrispengras)
7,8%   Japanhirse
2%     gelbe Hirse geschält
1%     Salatsamen
1%     Foniopaddy
1%     Kleesamen
1%     Amaranthsamen
0,1%   Australischer Eukalyptus
0,1%   Orangenblütenblätter

Samstag: Mischung Morgen-Müsli (Körnerbude)                      Kanariensaat, Silberhirse, Wiesengräser Premium, Japanhirse, Senegalhirse, echte La Plata Hirse, Karottensaat, Salatsamen, Wegerichsaat, Dillsamen, Petersiliensamen, Basilikumsamen, Petersilie, Basilikum

Sonntag: gibt es meine eigene Mischung                                    Kanariensaat, Silberhirse, Grassamen (Knaulgras, Weidelgras, Raygras, Wiesenlieschgras, Schwingelgras, Wiesenrispengras), Japanhirse, Senegalhirse,  La Plata Hirse, Foniopaddy, Salbeisamen, Wegwarte, Brennessel, Fenchelsamen

*) Die Mittwochs-Mischung Wiesengräser werde ich demnächst wieder austauschen in „Wellis Traum“  von Jehl:                                 Glanz 25%
Silberhirse 20%
Platahirse 10%
Grüne Hirse 10%
Rote Hirse 8%
Gelbe Bio Hirse 8%
Japanhirse 5%
Senegalhirse 3%
Mohairhise 2,5%
Knaulgras 2%
Nackthafer 3%
Spinatsamen 2%
Gurkenkerne 1%
Kamillenblüten 0,5%

 

Eine eigene Futtermischung

Eine eigene gesunde Futtermischung:

Also als Basis nehme ich die Jo-Mannes Mischung: —— Man kann aber auch die Körnerbude Basis-Mischung nehmen:

Jo Mannes Euro Champ —————————-Körnerbude Basis

Kanariensaat 50 % ———————————— Kanariensaat 40 %
Silberhirse 20 % ————————————— Silberhirse 25 %
Japan Hirse 20 % —————————————Japan Hirse 15 %
Senegalhirse 5 %————————————— Senegalhirse 15 %
La Plata Hirse 5 %————————————–La Plata Hirse 5 %

Auf 1 kg der Basis gebe ich folgende Zutaten hinzu:
100 g = 10 % Gräsermischung (25% Knaulgras, 25% Rotschwingelgras, 20% Weidelgras, 15 % Raygras, 15 % Wiesenrispengras) – gibt´s bei Jehl fertig
50 g = 5% Foniopaddy
20 g = 2% Salbeisamen (Chia)
20 g = 2% Brennesselsamen
10 g = 1% Fenchelsamen

Die Zutaten habe ich alle bei Jehl gekauft.
Alles gut mischen, das ist wichtig. Ich gebe das Basisfutter in eine große Schüssel und rühre praktisch die Zutaten mit dem Handmixgerät dazu.
Fertig ist meine „Hauseigene Wellensittich-Fit-Mischung“, die auch noch sehr gesund ist und ein optimales Calcium-/ Phosphor – Verhältnis hat. Und Geld spare ich damit allemal.

Was die Zusammensetzung eines guten und gesunden Wellensittichfutters betrifft, gilt in etwa folgende Orientierungshilfe:
Ca. 40 – 50 % verschiedene Hirsesorten
Ca. 20 – 30 % Kanariensaat (Glanz, Spitzsaat)
Ca. 15 – 20 % Gräser
Ca. 10 % Sonstiges (z.B. Dari, Milo, Foniopaddy, Amaranth, Broomcorn, Vogelmiere…)
Ca. 0 – 3 % ölhaltige Saaten
Ca. 0 – 3 % Hafer

Aus meiner Mischung:
Salbeisamen und Brennesselsamen gehören z.B. zu den ölhaltigen Samen, also davon nicht mehr als 3%)
Salbeisamen(Chia): Zu den Inhaltsstoffen gehört auch die Omega 3 Linolsäure, welche entzündungshemmend wirkt und den Magen-Darm-Trakt (auch bei der Regeneration durch Krankheiten) sehr gut unterstützen kann.
Brennnessel: gehört zu den Heilpflanzen, und die getrockneten Samen wirken sich positiv auf das Immunsystem aus – und können den Wellensittichen z.B. zur Regeneration nach Erkrankung in Maßen angeboten werden.
Wirkung: desinfizierend Magen/ Darm, appetitanregend, schleimlösend, stärkend, reinigend.
Brennnessel unterstützen auch auf positive Weise das Gefiederwachstum unserer Vögel und sollten in der Mauser Verwendung finden.
Insbesondere die Blätter finden Verwendung bei Rheuma, Leber- und Gallebeschwerden sowie Gicht. Sie regen die Harnausscheidung an und werden bei Nierenproblemen eingesetzt.
Fenchelsamen sollen sich unterstützend auf die Verdauungstätigkeit auswirken. Die appetitanregende Saat enthält jedoch ätherische Öle und sollte daher nur sparsam verfüttert werden, daher ist 1% genug.                                                                      Foniopaddy  ist eine spezielle Grassamenart, welche unter strengsten Auflagen in Uganda angebaut wird.  Die positive Wirkung dieser Saaten durch nachweisbare Studien auf Kokzidien ist bekannt. Unter Fütterung von Foniopaddy sind Darmprobleme wie auch Kropfentzündungen nicht mehr aufgetreten.

Ich habe auch noch ein altes Buch (noch von meiner Oma) über die ganzen Einzelsaaten und Kräuter für Vögel, sodass ich weiß, was für was gut ist.

Die richtige Ernährung meiner Ansicht nach:

Bevor ich meine Wellensittiche bekommen habe, habe ich versucht, mich ausführlich über die richtige Ernährung zu informieren und habe sowohl im Internet als auch in allen möglichen Wellensittichbüchern alles rauf und runter gelesen.

Dazu sollte man natürlich erst mal wissen, was denn eigentlich wildlebende Wellensittiche fressen. Die „wilden“ Wellensittiche Australiens verraten uns nämlich meiner Ansicht nach ganz genau, was gesundes Futter für unsere Heimtiere heißt.

Auf dem Speiseplan des wilden Wellensittichs stehen Samen von 21 Pflanzenarten. Die Mehrzahl dieser Pflanzen gehört zu den Gräsern. In den kargen Monaten begnügt er sich mit den Pflanzen, die nach der Regenperiode wachsen. Wenn die Natur Futter im Überfluss bietet hat er jedoch seine Vorlieben und seinen ganz persönlichen Geschmack.  Freilebende Wellensittiche können sich also stets von frischen Körnern ernähren, die alle lebensnotwendigen Stoffe erhalten, anders als Wellensittiche, die als Heimtiere gehalten werden. Sie sind gegen Mangelerscheinungen nur dann gefeit, wenn wir ihnen von klein auf ein vielfältiges Menü servieren. Unter vielfältigem Menü verstehe ich in erster Linie Körner , also Samen verschiedener Pflanzenarten.

Die empfohlene Grundzusammensetzung der Körnermischung besteht meist aus fünf bis sieben Samensorten: 25 % Spitzsaat oder Glanz, 25 % Silberhirse, 45 % andere Hirsearten z.B. Plata- u. Japanhirse, 5 % Haferkerne .

Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide. In Hirse sind Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Kalium und besonders viel Silizium (Kieselsäure) und Eisen enthalten.

Ich persönlich füttere gerne  sehr vielseitige Mischungen, ergänzt  durch weitere Pflanzensamen und auch Kräuter, welche dann um einiges ausgewogener sind. Der Favorit meiner Bande ist z.B. eine Mischung wie diese: 30  verschiedene Saaten erweitert durch Wildsamen, Kräuter und Beeren:  Glanz, Silberhirse, gelbe Hirse, Japanhirse, Haferkerne, Moharhirse, Senegalhirse rot, Senegalhirse gelb, rote Hirse, Finch panicum, Nigersaat, Quinoa, Amaranth, Alfalfa, Glanz entspelzt, Leinsaat, Rübsen, Nachtkerze, Grassamen, Spinatsamen, Radieschensamen, Buchweizen, Kardi, Kiefernsaat, Mohnsamen, zusätzlich Berberitze, Sanddorn, Vogelmiere, Brennesselkraut, Hirtentäschelkraut, Löwenzahnkraut, Schafgarbenkraut, echte Kamillenblüten, Gänseblümchen, Süßholzraspel.

Das Körnerfutter der Wellensittiche soll möglichst frisch und staubfrei sein. Eine gute Qualität ist wichtig, denn wie andere Papageienvögel sind Wellensittiche höchst empfindlich auf Schimmelpilze, die sich bei Feuchte und Verschmutzung rasch einstellen. Das Futter muss vor Staub geschützt, trocken und kühl gelagert werden. Mit Motten oder Kornkäfern befallenes sowie muffiges Futter muss weggeworfen werden, denn es kann die Gesundheit der Vögel gefährden.

Da meine Piepmätze alle schlank sind und ausreichend Bewegung haben, bekommen sie zusätzlich täglich 2 kleine Stücke Kolbenhirse und jeden zweiten Tag einen Kräcker ohne Zucker in die Voliere. Dann jeden zweiten oder dritten Tag ein Schälchen Knaulgras gemixt mit Kräutermischung.

Frisch vom Topf bekommen Sie Golliwoog und/oder Vogelmiere. Sehr gerne mögen sie auch Löwenzahnblätter. Im Sommer sammle ich Getreide und Gräser frisch von Feld und Wiese und im Winter bekommen sie Hafer- und Weizenähren sowie Knaulgras getrocknet. (Gibt es auch abgepackt im Zoofachhandel in der Nagerabteilung). Besonders den grünen Hafer lieben sie ( aber zuviel davon macht sie hibbelig). ;) :D

Lebenswichtig sind auch die Mineralstoffe wie z.B. Kalzium. Darum sollte man Kalksteine oder Sepiaschalen im Käfig befestigen.

Zum Durstlöschen eignet sich stilles Mineral- oder Leitungswasser. Abgekochtes Wasser ist für Vögel nicht optimal, da alle wichtigen Mineralstoffe durch das Kochen zerstört werden und der Vogel nicht die lebenswichtigen Spurenelemente erhält.

Und was ist mit Obst und Gemüse? In nahezu jedem Buch und jeder Internetseite steht, man soll ihnen Obst und Gemüse reichen.

Ein altes Züchter-Sprichwort sagt:

– Es gibt mit Obst und Gemüse ernährte Wellensittiche! –

– und es gibt alte Wellensittiche! –

– aber es gibt keine alten, mit Obst und Gemüse ernährten, Wellensittiche!

Inwieweit das tatsächlich stimmt, dafür habe ich keine Beweise. Ich muss auch dazu sagen, dass ich in meinen früheren Wellensittichhaltungen als Kind, Teenager und junge Frau, immer mal wieder Salatblätter oder auch mal ein Stück Apfel gefüttert habe und meine Wellensittiche immer gesund und munter waren und ein hohes Alter erreicht haben.

So handhabe ich das jetzt auch, mal ein Salatblatt, mal ein Apfelstückchen.  Anderes Obst und Gemüse füttere ich nicht. Karotte oder Gurke probiere ich hin und wieder, ist aber bei meinen Spatzen nicht sehr begehrt.

Ich möchte, dass meine Piepmätze gesund bleiben und das höchstmögliche Alter erreichen. Und ich denke, da ist die richtige Ernährung das A und O.